18.08.2016 | News

Gebäudetechnikfirma Sauter baut Standort in Freiburg aus

Wirtschaftsförderung der FWTM unterstützt Produktionsverlagerung von Sauter nach Freiburg

Die Gebäudetechnikfirma Sauter baut den Zweitstandort Freiburg im Industriegebiet Nord aus, um Teile der Produktion vom Stammsitz Basel nach Freiburg zu verlagern. Die Wirtschaftsförderung der FWTM unterstützte die Schweizer Firma bei der Standortentscheidung und half bei der Klärung zahlreicher Fragen. Sie hat dabei das Unternehmen über die Erweiterungsmöglichkeiten am derzeitigen Standort an der Hans-Bunte-Straße beraten und alternative Objekte aufgezeigt.

Im April 2015 hatte Sauter wegen der Aufhebung des Euro-Mindest-kurses durch die Schweizer Nationalbank und den damit verbundenen Wechselkursrisiken angekündigt, rund 200 Arbeitsplätze aus den Bereichen Produktion und Verwaltung vom Stammsitz in Basel nach Freiburg zu verlagern. Nun wird auf dem ca. 3.500 m² großen Sauter-Gelände in der Hans-Bunte-Straße eine neue Produktions-, Lager- und Logistikflächen entstehen. Darüber hinaus verfügt die Tiefgarage unter dem Gebäude über 90 Parkplätzen. Insgesamt wird die Investitionssumme bei ca. 9 Mio. € liegen.

Die Wirtschaftsförderung der FWTM hatte Sauter in der Planungs-phase unterstützt.

„Die Bauarbeiten für die neue Produktionshalle in Freiburg laufen jetzt an und sollen voraussichtlich bis März kommenden Jahres fer-tiggestellt werden", so Werner Ottilinger, Geschäftsführer von Sau-ter Deutschland. „Mittelfristig sollen die Produktionen in Basel und

Freiburg etwa gleichgroß werden. Zwei unabhängige Produktions-stätten schaffen die nötige Flexibilität für die Herausforderungen der Zukunft."

Die Sauter AG ist Spezialist für Gebäudeautomation. Der Betrieb hat 2400 Mitarbeiter weltweit, die Hälfte davon in Deutschland. Produkte von Sauter helfen bei der Steuerung eines Gebäudes und beim Energiesparen – vom Sonnenschutz über die Beleuchtung bis zur Heizung und Klimaanlage. Sauter Deutschland hat bundesweit 30 Niederlassungen, der Hauptsitz ist in Freiburg.

Seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Januar 2015 klagen viele Schweizer Exportfirmen über enorme Belastungen, weil ihre Waren in der Eurozone noch teurer geworden sind. Daher verlagern sie Teile der Arbeit in die Eurozone. FWTM-Geschäftsführer Bernd Dallmann: „Die früher problematische Grenzlage Freiburgs entwickelt sich zu einem Vorteil. Hier entstehen attraktive Arbeitsplätze und der Wohlstand in der Region steigt. Neben den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern profitieren insbesondere Tourismus, Ein-zelhandel und Gastronomie von dieser Entwicklung."

Schweizer Unternehmen treffen in Deutschland Vorzüge wie günstigere Flächen, einen einfacheren Marktzugang in die EU und Währungsvorteile an. Die Wirtschaftsregion Freiburg ist auf Grund ihrer Grenznähe, der Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften und dem vorhandenen wissenschaftlichen und technologischen Know-how besonders attraktiv für Schweizer Unternehmen. Rund 80 Schweizer Firmen haben die Vorteile dieser Region bereits seit vielen Jahren entdeckt.